Unter dem Begriff "demographischer Wandel" ist die Veränderung der Altersstruktur in der Gesellschaft zu verstehen. Die seit Jahrzehnten konstant niedrige Geburtenrate und die weiter steigende Lebenserwartung haben die Altersstruktur der Bevölkerung nachhaltig verändert. Der Anteil der älteren gegenüber den jüngeren Menschen wächst beständig, gleichzeitig nimmt die Bevölkerungszahl in Deutschland ab, weil es immer weniger Geburten gibt. Der demografische Wandel ist aber nicht neu, denn bereits seit den 1970er Jahren gehört Deutschland zu den Ländern mit dem weltweit niedrigsten Geburtenniveau.

Der Begriff ist zunächst weder positiv noch negativ behaftet und kann sowohl eine Bevölkerungszunahme wie beispielsweise in Großstädten wie Münschen als auch eine Bevölkerungsabnahme wie z. B. im Regierungsbezirk Oberfranken bezeichnen. Dabei wird die demografische Entwicklung  von drei Faktoren beeinflusst: wie viele Kinder werden geboren, wie ist die Lebenserwartung und wie ist der Wanderungssaldo, d.h. die Summe aus den Menschen die zu- und wegziehen.

Die Entwicklung der Bevölkerungszahl ergibt sich also aus der Summe des Wanderungssaldo und des Geburten- oder Sterbeüberschusses.