SENIOREN | PFLEGE UND BETREUUNG

Pflege- und Betreuungsangebote
bedarfsgerecht ausbauen

Bedarfsgeleitete Pflege- und Betreuungsangebote sind nach dem Motto „ambulant vor stationär“ weiter  auszubauen. Die Angebote sollten gemäß der Bedürfnisse aller unterschiedlichen Zielgruppen weiterentwickelt werden.
Beispielsweise können Hol- und Bringdienste und weitere präventive Angebote (z. B. die Sturzprävention im häuslichen Umfeld) etabliert werden, um immobile Menschen gezielter zu fördern. Neue Medien und neue technische Unterstützungssysteme müssen gezielt in den Ausbau integriert werden.

Öffentliches Bewusstsein schaffen

Das Bewusstsein über gesellschaftliche Veränderungen sollte durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit verstärkt werden. Öffentlichkeitsarbeit kann einen Beitrag dazu leisten, die Bedeutung palliativer Angebote zu erklären, über Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen zu informieren und das Image des Pflegeberufs zu erhöhen.

Unterstützung für
Demenzkranke erweitern

Aufgrund des Anstiegs der Zahl demenziell Erkrankter werden mehr Strukturen benötigt, die den Anforderungen dieser Personengruppe entsprechen. Betreuungsangebote und hauswirtschaftliche Dienstleistungen beispielsweise können den Alltag von an Demenz Erkrankten wesentlich erleichtern.

Qualität der Pflege sichern

Die Qualität ambulanter, stationärer und teilstationärer Pflege sollte hinsichtlich der bestehenden Standards und zukünftiger Entwicklungen überprüft, beständig angepasst und weiterentwickelt werden.

  Beratung zur Pflege vor Ort ausbauen

Die im Pflegestützpunkt bestehenden Angebote der Pflegeberatung müssen in Anbetracht der zunehmenden Nutzer weiter ausgebaut werden. Eine dezentrale Beratung vor Ort sollte im gesamten Landkreis angestrebt werden, um auch immobile ältere Menschen zu erreichen.

Vereinbarkeit von Familie
und Beruf sicherstellen

Die Notwendigkeit, Beruf und Pflege von Angehörigen zu vereinen, wird sich aufgrund der steigenden Erwerbsquoten potenziell pflegender Angehöriger erhöhen. Pflegende Angehörige müssen unterstützt, Strukturen und Angebote geschaffen werden.

Sozialräumlich handeln –
„Kümmerer“ etablieren

Bestehende ambulante wie auch stationäre Versorgungsformen sind mit Angeboten der sozialen Teilhabe, der offenen Seniorenarbeit und Wohnangeboten vor Ort zu verknüpfen. Die Integration in Sozialräume festigt soziale Netzwerke und Nachbarschaftshilfe. Außerdem stärkt sie die Selbstbestimmung älterer Menschen durch unterschiedliche Hilfs- und Gemeinschaftsangebote.
Die Koordination, die Initialisierung und Organisation von trägerübergreifenden bedarfsgerechten Angeboten benötigt eine kommunale Beratung und Unterstützung. Sie soll gleichzeitig schnelle und effiziente Hilfestellung sowie eine dezentrale und unbürokratische Beratungsmöglichkeit füralle Bürgerinnen und Bürger bieten.

Palliative Angebote unterstützen

Die Hilfe am Lebensende ist eine große Herausforderung. Hospizvereine und palliative Versorgungsangebote sollten unterstützt werden.