Brand- und Katastrophenschutz

Das Bayerische Feuerwehrgesetz macht den Brand- und Katastrophenschutz allen Kommunen zur Pflichtaufgabe. Drohende Brand- und Explosionsgefahren sind zu beseitigen, Brände wirksam zu bekämpfen, heißt es da. Ebenso verpflichtet sind sie, sämtliche technischen Gerätschaften für Unglücksfälle und Notstände vorzuhalten. Dieser gesetzlichen Verpflichtung steht ein Feuerwehrwesen gegenüber, das auf Freiwilligkeit und Ehrenamt beruht. Was tun, wenn sich kaum noch Freiwillige für den Feuerwehrdienst finden? Oder wenn die Freiwilligen bis zu 100 Kilometer an ihren Arbeitsplatz pendeln und nicht „mal eben“ zum Einsatzort fahren können? In enger Kooperation mit dem Landratsamt wird der Ist-Zustand im Brand- und Katastrophenschutz erfasst und Verbesserungsmöglichkeiten entwickelt. Außerdem ist es wichtig, die Bürgerischaft für diese personellen Engpässe zu sensibilisieren. Kann die in Schulen angebotene Brandschutzerziehung ausgebaut werden? Vielleicht sogar um den vorschulischen Bereich („Löschzwerge“) erweitert werden? Um insbesondere die Einsatzzeiten an Werktagen besser abzusichern, ist zu überlegen, Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes (Kommune, Bauhof, Stadtwerke etc.) für ein Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) zu gewinnen. Möglicherweise könnten die in den Landkreis Coburg einpendelnden Arbeitskräfte erfasst werden, die bei der FFW tätig sind, um auch deren Potenzial im Brand- und Katastrophenfall zu nutzen.

Arbeitskreisleitung:
Herr Kreisbrandrat Manfred Lorenz, Landratsamt Coburg
Herr Bernd Reisenweber, 1. Bürgermeister Ebersdorf b. Coburg

Erarbeitete Handlungsempfehlungen