Senioren

Da der Bereich Senioren sehr umfassend ist, wurde er in drei Unterarbeitskreisen bearbeitet.

Wohnen und Wohnumfeld

Die Bevölkerung wird älter. Insbesondere der Anteil der über 85-Jährigen steigt. Alle Bürgermeister der Städte und Gemeinden des Coburger Landes sehen in diesem Bereich großen Handlungsbedarf. Und alle sind sich einig, dass der Grundsatz „ambulant vor stationär“ gelten muss. Nichts ist so individuell wie die eigenen vier Wände. Hier gibt es kein Patentrezept. Welche Neubau-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen sind sinnvoll und bezahlbar? Das muss von Dorf zu Dorf, von Ortsteil zu Ortsteil individuell überprüft werden. Insbesondere in diesem Handlungsfeld waren die Bürgerinnen und Bürger als Experten gefragt. Welche Schwierigkeiten sehen und welche Perspektiven wünschen sich die heute 70-Jährigen für ihre Zukunft in ihrem Wohnumfeld? Wer pflegt einen Angehörigen zu
Hause und kann seine Erfahrungen zu sinnvollen Umbauarbeiten zur Verfügung stellen? Barrierefreies Bauen, verkehrsberuhigte Spazierwege, Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten, kulturelle Angebote, Mehrgenerationennutzung bestehender Infrastrukturen (zum Beispiel Sportheime), alternative Wohnformen für zu planende Baugebiete, all diese Bereiche wurden beleuchtet. Natürlich wurde das Thema Wohnen und Wohnumfeld für Senioren stets in engem Zusammenhang mit dem nächsten Handlungsfeld gesehen: die Pflege.

Arbeitskreisleitung:
Frau Anja Zietz, Landratsamt Coburg
Herr Marco Steiner, 1. Bürgermeister Rödental

Erarbeitete Handlungsempfehlungen

Pflege und Betreuung

Als quantitatives und qualitatives Datenmaterial standen der Arbeitsgruppe Senioren zwei Planungskonzepte zur Verfügung, die die jeweiligen Fachbereiche des Landratsamtes bereitstellen. Dabei handelt es sich zum einen um die bis ins Jahr 2020 reichende Pflegebedarfsplanung, die detailliert und raumbezogen sowohl den aktuellen Stand als auch den zukünftigen Bedarf an Pflegeheimen, Kurzzeitpflegeplätzen, ambulanter Pflege, teilstationärer und Tagespflege ausweist (Modus/ Prof. Dr. Pieper, 2008). Außerdem wurde ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept für das Coburger Land erarbeitet, das neben dem Pflegesektor auch die Handlungsfelder: „Partizipation und bürgerschaftliches Engagement“, „Wohnen und Lebensführung“, „Bildung und Kultur“ sowie „Gesunderhaltung“ betrachtet. Zahlen und Fakten lagen diesem Arbeitskreis also detailliert vor. Es ging um die Analyse und Auswertung dieser Zahlen und deren Umsetzung in konkrete Planungen. Der Bereich Senioren steht natürlich in enger Wechselwirkung mit den Themen Mobilität und Nahversorgung. Welche Angebote können
ältere Menschen zu Fuß erreichen? Welche neuen und alternativen ÖPNV-Angebote sind wünschenswert und finanzierbar?

Arbeitskreisleitung:
Frau Anja Zietz, Landratsamt Coburg
Herr Udo Siegel, 1. Bürgermeister Großheirath

Erarbeitete Handlungsempfehlungen

Freizeit, Kultur, Bildung und Begegnung

Welche Bildungs-, Freizeit-, Kultur- und Begegnungsangebote werden im Landkreis Coburg altersgerecht für Senioren vorgehalten? Welche Einrichtungen sind für die älteren Mitbürger gut zu erreichen? Und wie können sich Senioren auch noch im Alter geisitg fit halten? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigte sich der Arbeitskreis: Freizeit, Kultur, Bildung und Begegnung.

Arbeitskreisleitung

Frau Anja Zietz, Landratsamt Coburg
Herr Rolf Rosenbauer, 1. Bürgermeister Untersiemau

Erarbeitete Handlungsempfehlungen