Soziale Gemeinde
 
Neu hinzugekommen ist im Laufe des MORO-Prozesses ein weiterer Arbeitskreis, der den Bereich Jugend und darüber hinaus den gesamten Bereich „Soziales in der Kommune“ näher beleuchtet.
 
Als Handlungsfeld der Regionalstrategie zur Sicherung der Daseinsvorsorge im Coburger Land hatte der Bereich Kinder- und Jugendarbeit zunächst keine Priorität, da dieser im Landkreis Coburg bereits über sehr gute Strukturen verfügt: In 16 der insgesamt 17 kreisangehörigen Kommunen ist eine hauptamtliche pädagogische Fachkraft als Gemeindejugendpfleger/in angestellt. Eine Kommune hat einen freien Träger mit Aufgaben der Kinder- und Jugendarbeit beauftragt. Die im Landkreis vorhandene Struktur gemeindlicher Jugendarbeit ist bayernweit modellhaft. Die Gesamtplanung sowie die Koordination und Beratung der Kinder- und Jugendarbeit in den Kommunen ist Aufgabe der kommunalen Jugendarbeit, die im Landratsamt angesiedelt ist. Ein Thema, mit dem sich alle Jugendpflegerinnen und Jugendpfleger intensiv beschäftigen, ist der demografische Wandel und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendarbeit. Zukünftig wird es immer weniger Kinder und Jugendliche geben. Nicht nur zahlenmäßig wird die Zahl der jungen Menschen sinken, auch prozentual zur Gesamtbevölkerung wird der Anteil der Kinder und Jugendlichen abnehmen. Der Bitte, auch Jugendliche in die Entwicklung der Regionalstrategie für die Region Coburg zu integrieren, wurde mit der Aufnahme als weiteres Handlungsfeld nachgekommen.
Der Arbeitskreis Soziale Gemeinde hatte sich zunächst zum Ziel gesetzt, die Jugendarbeit im ländlichen Bereich zu erhalten. Zudem sollten Chancengleichheit und Teilhabe sowie eine gute Erreichbarkeit (ÖPNV) für alle Kinder und Jugendlichen sichergestellt werden. Insofern setzte sich der Arbeitskreis das Ziel, sich den veränderten Anforderungen anzunehmen und sich entsprechend aufzustellen. Dazu bedarf es einer Evaluierung und eventueller Neubeschreibung des Aufgabenfeldes der Jugendarbeit. Die Mitglieder des Arbeitskreises einigten sich darauf, zukunftsorientierte Qualitätskriterien für die Umsetzung der Jugendarbeit zu entwickeln.
In den letzten Jahren ist in den Kommunen zu beobachten, dass immer mehr Gemeindejugendpflegerinnen und Gemeindejugendpfleger zusätzlich zum Arbeitsfeld „Kinder- und Jugendarbeit“ mit weiteren sozialen Aufgaben betraut werden. Aus dieser Entwicklung ergibt sich die Notwendigkeit das gesamte Profil der gemeindlichen Jugendarbeit zu beleuchten und adäquat zu definieren. Des Weiteren hat sich der Arbeitskreis zum Ziel gesetzt, ein Gesamtkonzept der Kommunen für den Bereich „Soziales“ zu erarbeiten.
 
Arbeitskreisleitung
Anja Zietz, Landratsamt Coburg
Michael Keilich, 1. Bürgermeister, Gemeinde Sonnefeld
Sebastian Straubel, 1. Bürgermeister Gemeinde Lautertal