Über das Modellvorhaben der Raumordnung (MORO)

 Regionale Daseinsvorsorge im Coburger Land – ein kooperativer Entwicklungsprozess
 Wir werden weniger und wir werden älter – auch im Landkreis Coburg. Das hat erhebliche Auswirkungen auf das Leben in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden. Es stellt sich die Frage, wie künftig die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger so organisiert werden kann, dass die Menschen das, was sie brauchen, um gut leben zu können, auch vorfinden. Der Landkreis Coburg machte sich deswegen gemeinsam mit der Coburg Stadt und Land aktiv GmbH und der Initiative Rodachtal auf den Weg, diese Herausforderungen der Zukunft offensiv anzugehen und hatte im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur einen gewichtigen Unterstützer gefunden.
 
Aktionsprogramm Regionale Daseinsvorsorge
Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur wählte Coburg als einzigen Landkreis in Bayern aus. Insgesamt hatten sich 156 Regionen beworben. Davon wurden 21 Modellvorhaben in die Tat umgesetzt. Die Auswahl traf eine Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Rita Süßmuth. Sie forderte dazu auf, über den eigenen Tellerrand zu blicken. Oft sei der Blick durch geltende Vorschriften und Regeln schon zu sehr vorgeprägt, um sich Neuem widmen zu können.
 Neue Wege finden, Altes in Frage stellen, Bewährtes sorgfältig prüfen, das passierte seit Dezember 2011 im Coburger Land in verschiedenen Bereichen. Gesucht waren - und sind es noch - innovative Ideen und neuartige Lösungswege, die Antworten auf die Fragen finden, die die Bürgerinnen und Bürger bewegen: Wo kann ich künftig im nahen Umfeld einkaufen? Wie erreiche ich den nächsten Facharzt in annehmbarer Zeit? Wie kann ich meinen Energiebedarf decken, ohne dass die Kosten ins Unermessliche steigen? Wie wird meine Versorgung im Alter gesichert sein?
Im Rahmen des Modellvorhabens wurden die Folgenden acht Handlungsfelder genauer untersucht: Gesundheit, Senioren, Schulen, Nahversorgung, Siedlungs- und Flächenmanagement, Energieversorgung, Brand- und Katastrophenschutz sowie Mobilität. In allen Feldern ging es darum, dem demografischen Wandel entgegenzutreten und  für die Bürgerinnen und Bürger Mindeststandards und Angebote zu entwickeln, die effizient und tragfähig sind, dabei aber finanzierbar bleiben. Sowohl das fachübergreifende Miteinander als auch die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises als eigentliche Experten der Region, waren bei der Entwicklung der Regionalstrategie besonders wichtig und wertvoll.
 

Weitere Informationen zum Modellvorhaben finden Sie auf der Seite des Bundesinstituts für
Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Oder auf dem Informationsportal des Aktionsprogramms.